Präkonzepte

Präkonzepte sind die individuellen Vorstellungen, Erfahrungen und Erklärungsmuster, die Kinder bereits mitbringen, bevor ein Thema im Unterricht behandelt wird. Sie sind die „alltagsweltlichen Theorien“, mit denen sich Kinder Phänomene ihrer Umwelt (z. B. warum es regnet oder wie Strom fließt) logisch erklären.

Merkmale:

  • Subjektive Logik: Präkonzepte sind aus Sicht des Kindes sinnvoll und widerspruchsfrei, auch wenn sie fachwissenschaftlich oft falsch sind.

  • Stabilität: Diese Vorstellungen sind oft sehr robust und verändern sich nicht allein durch das Hören von Fakten.

  • Lernausgangspunkt: Sie bilden das Fundament, an das neues Wissen anknüpfen muss (Anknüpfung an eigene Fähigkeiten).

Bedeutung für die Förderung:

  • Selbstwert: Das Ernstnehmen von Präkonzepten signalisiert dem Kind, dass seine Gedanken wertvoll sind, was das Vertrauen in eigene Fähigkeiten stärkt.

  • Widerstände: Wenn Unterricht Präkonzepte ignoriert, entstehen oft Lernwiderstände. Werden sie jedoch als Startpunkt genutzt, erkennt das Kind eher, dass es sich lohnt, ein Ziel länger zu verfolgen.

Ziel ist ein Conceptual Change

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