Die DAH bilden das methodische Rückgrat des Sachunterrichts. Sie befähigen Schüler dazu, Phänomene aus Natur, Gesellschaft und Technik systematisch zu untersuchen und zu verstehen. Man unterteilt sie meist in folgende Kategorien:
1. Denkweisen (Kognitive Prozesse)
Diese beschreiben die inneren Vorgänge bei der Auseinandersetzung mit einem Thema:
Wahrnehmen und Beobachten: Gezielte Aufmerksamkeit auf Details richten.
Vermuten und Hypothesen bilden: Erklärungsansätze für Phänomene entwickeln („Ich glaube, das passiert, weil...“).
Schlussfolgern: Ergebnisse auswerten und verallgemeinern.
Perspektiven wechseln: Ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten (Perspektivrahmen SU z. B. historisch, technisch oder geografisch).
2. Arbeitsweisen (Methodische Werkzeuge)
Hierbei handelt es sich um die konkreten Techniken der Informationsgewinnung:
Experimentieren und Erkunden: Versuche planen, durchführen und protokollieren.
Recherchieren: Informationen aus Büchern, dem Internet oder durch Expertenbefragungen einholen.
Dokumentieren: Ergebnisse in Tabellen, Zeichnungen oder Texten festhalten.
Modellieren: Komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen (z. B. ein Modell des Sonnensystems bauen).
3. Handlungsweisen (Praktische Umsetzung)
Dies umfasst die aktive Teilhabe und das praktische Tun:
Konstruieren und Bauen: Technische Lösungen entwerfen und umsetzen.
Kommunizieren und Diskutieren: Eigene Erkenntnisse präsentieren und sich mit anderen darüber austauschen.
Handeln und Mitgestalten: Verantwortung für die Umwelt oder das soziale Miteinander übernehmen (z. B. ein Insektenhotel bauen oder einen Klassenrat führen).